Hallo, da bin ich wieder!

Hallo, da bin ich wieder!

Du magst es vielleicht nicht mitbekommen haben, aber ich habe es sehr wohl mit mir herumgetragen. Ja sogar sehr lange. Eine kleine Last. Kurz nachdem mich meine Freundin piratesandmermaids dazu motivierte und mir half, einen Blog zu erstellen, änderte sich mein Leben schlagartig. Ich bekam nach dem Studium ganz plötzlich eine fixe Anstellung. Die Freizeit, die ich noch hatte, habe ich damit verbracht, mich vom anstrengenden Alltag zu erholen. In meinem Kopf hatte nichts mehr Platz. Es drehte sich alles um die Arbeit, Tag und Nacht. Aufs Nähen hätte ich voll vergessen, hätte mich meine Mama nicht immer wieder daran erinnert, da sie mich des Öfteren bat: „Linda, ich hätte da ein Attentat auf dich“, und ich wusste bereits, was kam. Wenn du wissen willst, worum es da wohl ging, schreibe ich gerne in einem weiteren Beitrag darüber.

Jedenfalls und überhaupt (diese Phrase wirst du bestimmt noch öfters hier lesen) habe ich fast komplett aufs Nähen, und folglich auch auf mein kleines aber feines Blogprojekt vergessen, war ich doch anfangs so stolz auf die wenigen Zeilen, die meinen Blog bis dato zierten.

Nicht einmal der tägliche Gang vorbei an meinen Nähmaschinen, die die ganze Wohnung von oben bis unten verschönern, erinnerte mich daran. Naja, vielleicht ein bisschen, anscheinend habe ich extra weggesehen, damit es mir nicht ganz so weh im Herzen tat. Sie lächelten mich an, jeden Tag. Zwei im Büro, eine im Vorraum vom Stiegenhaus und die eine im Wohnzimmer. Über meine Nähmaschinensammlung lest ihr übrigens bald mehr.

Naja und nun hatte ich eine Eingebung. Frag mich nicht welche, aber ich hatte sie zum Glück.

Heute starte ich wieder neu durch, und werde den Blog mit neuen schönen Projekten, Geschichten und mehr füllen. Und mir schweben schon sehr viele vor…

Werbeanzeigen

Halli Hallo!

Das ist wie der erste Schultag, das Anfangen mit einem neuen Job oder das Gefühl, nachdem man frisch vom Friseur kommt- Ein Blog. Alles neu, alles interessant, alles aufregend. Informationen darüber, was es hier zu lesen geben wird und wer ich bin erfährst du einen Klick weiter. Viel Spaß!

IMG_20170511_122042

Das Attentat- Part 2

Nach langen Überlegungen beschlossen Mama und ich, gemeinsam nach einem passenden Stoff für das besagte Band zu suchen. Wir fuhren in ein Stoff Geschäft. Die nächste Frage, die sich uns stellte, war: Welche Farbe soll der Stoff haben? Gelb zu gelb? Schwierig! Finde mal den gleichen Gelbton und: Finde im riesigen Stoffgeschäft überhaupt mal was! Gelb: Nein! Grau muss her. Wir durchsuchten das ganze Geschäft nach grauen Stoffen. Keiner passte. Und wenn sie passten, waren sie viel zu dünn. Nach gefühlter, stundenlanger Suche hatten wir ihn. Es wurde ein mausgrauer, fast ins bräunlich-gehender, dickerer Stoff, den ich zu ihrer Freude, nach viel zu langer Zeit ans Kleid anbrachte. Es passte, sie war zufrieden, ich auch, der Sommer war jedoch vorbei.

Das Attentat- Part 1

Meine Mama und das Attentat. Sie hat, wie wahrscheinlich jede Mama, gewisse Phrasen, die sie immer wieder verwendet (und ich muss gestehen, ich nehme diese Phrasen nach und nach an). Eine davon wäre: „Was weiß ich?“ Das heißt so viel wie „Ich habe keine weiteren Aufzählungen im Kopf“. Meint sie jedoch: „Linda, ich habe ein Attentat auf dich…“, heißt das so viel wie: Mama hat sich etwas Neues gekauft. Sie wollte es unbedingt haben. Vielleicht war es das letzte Stück, oder es war ein sensationelles Angebot, oder was weiß ich (da wären wir wieder bei den Phrasen). Sie hat es sich gekauft, aber es passt nicht ganz. Hier ist es zu lang, da ist es zu kurz, hier muss es enger gemacht werden, da muss noch ein Stück angenäht werden. In diesem Moment steigt es mir immer heißt auf, denn einerseits erwischte sie mich meistens in Zeiten, in denen ich sehr viel für die Arbeit zu tun habe, andererseits weiß ich, dass es oft sehr komplizierte Unterfangen sind, die sie von mir verlangt. Ein einfaches Kürzen, na gut, das ist ja ok. Jedoch bittet sie mich oft um weit kompliziertere Arbeiten.

Einmal, da kaufte sie sich ein gelbes Sommerkleid. Es war ein schönes, sehr außergewöhnliches Kleid. Es war vorne an der Brust verkreuzt, und diese Verkreuzung endete dann um den Hals herum in Trägern, die sich hinten erneut verkreuzten (oder so). So kompliziert wie es sich anhört, war es auch zum Anziehen. Egal. Jedenfalls und überhaupt war es ab der Taille ballonrockmäßig ausgestellt. Und es war kurz. Sehr kurz. Nicht zu kurz für ein 18- jähriges Mädchen, aber zu kurz für meine Mama. Sie war für ihr Alter zwar eine hübsche, schlanke Mama, aber, wenn man sich im Büro bückt, um Akten aus einem Schrank zu holen, sollten die Kollegen nichts zu schauen haben. Nein! Nein! Nein!

Das Kleid war gelb, jedenfalls von der Ferne. Es war aber nicht nur gelb, sondern es war ein gelb- grau gemusterter Stoff. Zudem war es ein sehr dicker, fester Stoff. Mama wollte es länger haben. Als ich das edle Stück in der Hand hielt, sah ich auf einen Blick, dass es nur einen halben Zentimeter zum Herauslassen gab. Das reichte nicht. Es musste ein passender Stoff her, den man unten als Band annähen konnte.

Hier geht’s zum Part 2